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Ruanda (Projekt: Les Enfants de Dieu - EDD)

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Wegen seiner in weiten Teilen hügeligen Landschaft wird Ruanda auch „Land der tausend Hügel“ genannt.
Von 1884 bis 1916 war Ruanda eine deutsche Kolonie, am 1. Juli 1962 erhielt es seine Unabhängigkeit von der UNO-Mandatsmacht Belgien. Ruanda ist heute eine Präsidialrepublik, Staatsoberhaupt ist Präsident Paul Kagame.
 
Die Hauptstadt von Ruanda ist Kigali, die Amtssprachen sind Kinyarwanda, Französisch und Englisch. Die ruandesische Bevölkerung zählt etwa 8.9 Millionen Einwohner (Stand 2004). Mit durchschnittlich 314 Einwohnern pro km2 ist Ruanda das am dichtesten bevölkerte Land Afrikas. Der hohe Bevölkerungsdruck ist Ruandas Hauptstrukturproblem, da das Land kaum über Industrie und keine nennenswerten Ressourcen verfügt. Belastet wird das Land auch durch die hohe Zahl von Flüchtlingen, die v.a. aus der Demokratischen Republik Kongo nach Ruanda kommen.
 
Nur ein geringer Anteil der Bevölkerung lebt in Städten, jedoch nimmt die Verstädterung zu. Die größten Städte in Ruanda sind Kigali, Butare, Gitarama, Ruhengeri und Gisenyi mit Einwohnerzahlen zwischen 746'000 und 83'000 (Stand 2005). Ausser Kigali, das einen zunehmend urbanen Charakter entwickelt, sind die Städte allerdings sehr ländlich geprägt. Sie sind meist Sitz der lokalen Verwaltung oder von kirchlichen Zentren (ehemaligen Missionen) und dienen als Umschlagplatz für lokalen Handel sowie als Verkehrsknotenpunkte.
 
Nicht zuletzt wegen der Konflikte zwischen den Volksgruppen der Hutu und Tutsi – die im Völkermord an den Tutsi 1994 gipfelten – zählt das Land zu den ärmsten in Afrika. Über 60 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, davon wiederum 20% sogar unter der Grenze absoluter Armut. Die Nahrungsmittelproduktion deckt nur 80 Prozent des Bedarfs, so dass es regelmäßig regional und saisonal zu Hungersnöten kommt und es Gebiete gibt, in denen die Bevölkerung mit chronischer Unterernährung zu kämpfen hat. Ruandas Wirtschaft ist stark landwirtschaftlich geprägt. Ungefähr 93 % der Bevölkerung arbeiten in diesem Sektor. Ein grosser Teil der Erträge gelten allerdings der Selbstversorgung. Die Landknappheit ist groß; über 90 Prozent der vorwiegenden Familienbetriebe bewirtschaften eine Fläche von weniger als einem Hektar.
 
Quelle:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ruanda
 
Eigene Erfahrung:

Vor dem ersten Besuch in Ruanda hatte ich grossen Respekt. Ich weiss nicht mehr so genau, was ich in Ruanda erwartete, aber sicherlich nicht das, was wir vorfanden!

Kigali, die Hauptstadt Ruandas, ist extrem sauber (ich würde sogar behaupten sauberer als Zürich!) und auch sicher. Wir konnten uns sogar nachts im Dunkeln frei bewegen und mussten keine Angst haben, dass uns etwas passieren könnte. Erschreckt hat mich aber, wie teuer alles in diesem kleinen Land ist. Wir haben uns erklären lassen, dass dies daran liegt, dass Ruanda selbst praktisch alles importieren muss und ohne direkten Meerzugang wird dies sehr sehr teuer…

Ein krasser Gegensatz zu Kigali, das den Eindruck von Wohlstand vermittelt, sind die ländlichen Gegenden, wo die Armut erdrückend gross ist!

Die Menschen erlebte ich als eher zurückhaltend aber freundlich. Die Landschaft ist wirklich traumhaft schön und es lohnt sich an den Lake Kivu zu fahren. Es ist ein Ort der Stille und unberührter Natur. Kaum zu glauben, dass auf der anderen Seite des Lake Kivu im Kongo Krieg herrscht. Die Gorillas habe ich leider bis heute nicht gesehen und bleibt nach wie vor ein grosser Traum von mir. Ruanda hat zwar ausser den Gorillas keine wilden Tiere zu bieten, einen Besuch ist Ruanda aber trotzdem wert!


Natalie Hungerbühler

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